Die Gruppe der Bäume mit F wird dominiert von einer der wichtigsten Baumarten der deutschen Forstwirtschaft: der Fichte. Daneben finden sich in dieser Kategorie ökologisch wertvolle heimische Laubbäume sowie beliebte Ziergehölze, die vor allem durch ihre Blattform oder Fruchtausbildung in Parks und Gärten auffallen.
Heimische Wald- und Nutzbäume
- Fichte / Gemeine Fichte (Picea abies) Lange Zeit der „Brotbaum“ der deutschen Forstwirtschaft, aktuell jedoch durch Trockenheit und Borkenkäfer stark unter Druck.
- Merkmale: Immergrüner Nadelbaum mit spitz zulaufenden, stechenden Nadeln, die rund um den Zweig angeordnet sind. Im Gegensatz zur Tanne hängen die Zapfen herab und fallen als Ganzes ab.
- Feldahorn (Acer campestre) Der kleinste der heimischen Ahorne, oft strauchartig, aber auch als Baum wachsend. Sehr stadtklimafest und robust.
- Merkmale: Die Blätter sind kleiner und rundlicher gelappt als beim Spitz- oder Bergahorn. Charakteristisch sind oft Korkleisten an den Zweigen. Die Herbstfärbung ist leuchtend gelb.
- Feldulme (Ulmus minor) Einst weit verbreitet, heute durch das Ulmensterben (eine Pilzerkrankung) selten geworden als Großbaum.
- Merkmale: Asymmetrische Blattbasis („Ulmennase“) und gesägter Blattrand. Bildet wertvolles, zähes Holz (Rüster), das früher für Wagenräder und Möbel genutzt wurde.
- Faulbaum (Frangula alnus) Meist ein Großstrauch, kann aber baumartig wachsen. Ökologisch extrem wertvoll.
- Merkmale: Unscheinbare Blüten, die aber sehr nektarreich sind. Wichtige Futterpflanze für die Raupen des Zitronenfalters. Die Rinde riecht beim Anritzen leicht faulig (daher der Name).
Zier- und Parkgehölze
- Fächerahorn (Acer palmatum) Ein filigraner Kleinbaum aus Ostasien, der in unzähligen Zuchtformen (z. B. mit tief geschlitzten oder dauerhaft roten Blättern) in Gärten vorkommt.
- Merkmale: Die Blätter sind tief handförmig eingeschnitten (fächerartig). Wächst langsam und bildet oft malerische, schirmartige Kronen.
- Felsenbirne (Amelanchier) Oft als Großstrauch kultiviert, aber als „Kupfer-Felsenbirne“ (Amelanchier lamarckii) auch als mehrstämmiger Kleinbaum beliebt.
- Merkmale: Üppige weiße Sternblüten im Frühjahr, kupferfarbener Austrieb und essbare, blauschwarze Beeren im Sommer, die an Heidelbeeren erinnern. Spektakuläre orangerote Herbstfärbung.
- Flügelnuss / Kaukasische Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia) Ein imposanter Parkbaum, der viel Platz benötigt und oft an Gewässern gepflanzt wird.
- Merkmale: Gefiederte Blätter, die denen der Esche ähneln, aber viel größer sind (bis zu 60 cm). Auffällig sind die langen, herabhängenden Fruchtstände (bis zu 40 cm), an denen hunderte kleiner geflügelter Nüsschen sitzen.
- Feuerahorn (Acer ginnala) Ein kleinerer Ahorn aus Asien, oft als Solitärgehölz genutzt.
- Merkmale: Dreilappige Blätter, bei denen der Mittellappen deutlich verlängert ist. Seinen Namen verdankt er der extremen, feuerroten Herbstfärbung.
Obst- und Exotenbäume
- Feigenbaum / Echte Feige (Ficus carica) Einer der ältesten kultivierten Nutzbäume. In Weinbauklimaten Deutschlands mittlerweile winterhart genug für den Garten.
- Merkmale: Große, ledrige, handförmig gelappte Blätter und die typischen birnenförmigen Scheinfrüchte. Enthält weißen Milchsaft.
- Flammenbaum (Delonix regia) Ein tropischer Baum, der in Europa nicht winterhart ist, aber in botanischen Gärten oder als Kübelpflanze gehalten wird.
- Merkmale: Fiederblätter (ähnlich Farnen) und eine spektakuläre, leuchtend rote Blüte, die die gesamte Krone bedeckt.
- Flieder (Syringa) Klassischerweise ein Strauch, wird der Gemeine Flieder (Syringa vulgaris) im Alter oft baumartig. Zudem gibt es spezielle Arten wie den Japanischen Fliederbaum (Syringa reticulata).
- Merkmale: Große, duftende Blütenrispen im Mai (Lila oder Weiß) und herzförmige Blätter.