Die Liste der Bäume mit G enthält einige der interessantesten Arten für das städtische Grün. Mit dem Ginkgo und der Gleditschie finden sich hier extrem widerstandsfähige „Zukunftsbäume“, die dem Klimawandel trotzen. Gleichzeitig umfasst die Gruppe invasive Arten wie den Götterbaum sowie bekannte mediterrane Fruchtgehölze.
Bekannte Park- und Stadtbäume
- Ginkgo / Fächerblattbaum (Ginkgo biloba) Ein „lebendes Fossil“, das botanisch weder zu den Laubbäumen noch zu den Nadelbäumen zählt, sondern eine eigene Klasse bildet. Er ist extrem resistent gegen Abgase und Schädlinge.
- Merkmale: Einzigartige, fächerförmige Blätter mit parallelen Nervenbahnen. Im Herbst leuchtend goldgelb. Weibliche Bäume bilden früchteähnliche Samen, die beim Zerfall unangenehm nach Buttersäure riechen, weshalb in Städten meist männliche Exemplare gepflanzt werden.
- Gleditschie / Lederhülsenbaum (Gleditsia triacanthos) Ein robuster Baum aus Nordamerika, der Trockenheit sehr gut verträgt.
- Merkmale: Filigrane, gefiederte Blätter, die einen lichten Schatten werfen. Die Wildform trägt am Stamm gefährliche, büschelartige Dornen. In Parks werden fast nur dornenlose Zuchtsorten (z. B. ‚Inermis‘) gepflanzt.
- Götterbaum (Ailanthus altissima) Ursprünglich aus China als Zierbaum eingeführt, gilt er heute als invasive Art (Neophyt). Er wächst extrem schnell, sogar aus Mauerritzen und auf Schutt.
- Merkmale: Sehr lange (bis zu 90 cm), unpaarig gefiederte Blätter, die beim Zerreiben unangenehm riechen. Bildet intensive Wurzelhalsausläufer und verdrängt heimische Arten, ist aber extrem hitzeresistent.
- Geweihbaum (Gymnocladus dioicus) Ein seltener, aber eindrucksvoller Parkbaum aus Nordamerika.
- Merkmale: Besitzt die größten und komplexesten Blätter aller winterharten Bäume (doppelt gefiedert, bis zu 1 Meter lang). Im Winter wirkt die grobe, spärliche Verzweigung wie ein Hirschgeweih.
Heimische und Europäische Gehölze
- Grau-Erle / Weiß-Erle (Alnus incana) Neben der Schwarzerle die zweite wichtige Erlenart in Mitteleuropa, oft in Auwäldern der Gebirge und Voralpen zu finden.
- Merkmale: Im Gegensatz zur Schwarzerle ist die Rinde glatt und hellgrau (ähnlich der Buche). Die Blätter sind zugespitzt und unterseits grau-filzig behaart. Sie verträgt trockenere Böden als die Schwarzerle.
- Goldregen (Laburnum anagyroides) Meist ein Großstrauch, wird aber oft als kleiner Baum erzogen. Gehört zu den Schmetterlingsblütlern.
- Merkmale: Auffällige, lange, goldgelbe Blütentrauben, die im späten Frühjahr herabhängen. Achtung: Alle Pflanzenteile, besonders die Samen in den schotenartigen Früchten, sind hochgiftig (Cytisin).
- Gemeine Traubenkirsche (Prunus padus) Ein heimisches Wildgehölz, oft an Waldrändern und Bachläufen.
- Merkmale: Weiße Blüten, die in traubenartigen Rispen hängen und stark (etwas streng) duften. Bildet kleine, schwarze Steinfrüchte, die essbar, aber bitter sind.
Obst- und Exotenbäume
- Granatapfelbaum (Punica granatum) Eine uralte Kulturpflanze des Mittelmeerraums und Vorderasiens.
- Merkmale: Wächst oft strauchig oder als kleiner Baum mit dornigen Zweigen. Auffällige orangerote Blüten und die charakteristischen, ledrigen Früchte mit den vielen saftigen Samenkerne.
- Gummibaum (Ficus elastica) In Deutschland als Zimmerpflanze bekannt, wächst er in seiner tropischen Heimat zu riesigen Bäumen heran.
- Merkmale: Große, dicke, glänzende Blätter. Enthält einen weißen Milchsaft (Latex), der früher zur Kautschukgewinnung genutzt wurde (daher der Name), heute aber durch den Kautschukbaum (Hevea brasiliensis) ersetzt ist.
- Grapefruitbaum (Citrus × paradisi) Ein immergrüner Zitrusbaum, entstanden aus einer Kreuzung zwischen Orange und Pampelmuse.
- Merkmale: Dunkelgrüne, ledrige Blätter und große, gelbe bis rötliche Früchte. Wie alle Zitrusbäume hierzulande nicht winterhart.