Unter dem Buchstaben H findet sich mit der Hainbuche einer der häufigsten und ökologisch anpassungsfähigsten Laubbäume Mitteleuropas. Daneben umfasst die Gruppe interessante Nadelgehölze aus Übersee sowie hitzeverträgliche Stadtbäume, die im Zuge des Klimawandels an Bedeutung gewinnen.
Heimische und Europäische Laubbäume
- Hainbuche / Weißbuche (Carpinus betulus) Trotz des Namens ist sie keine echte Buche (Fagaceae), sondern ein Birkengewächs (Betulaceae). Sie ist extrem schnittverträglich und daher oft als hohe Hecke zu sehen, wächst freistehend aber zu stattlichen Bäumen heran.
- Merkmale: Der Stamm ist im Alter nicht rund, sondern „spannrückig“ (wellig geformt, wie Muskelstränge). Die Blätter sind gesägt und haben ausgeprägte Blattnerven („gerippt“). Die Früchte besitzen ein dreilappiges Flugblatt. Das Holz ist extrem hart und schwer („Eisenbaum“).
- Hasel / Baumhasel (Corylus colurna) Während die heimische Gemeine Hasel (Corylus avellana) meist strauchförmig wächst, bildet die aus Südosteuropa stammende Baumhasel einen geraden Stamm und eine pyramidenförmige Krone.
- Merkmale: Auffällige, korkartige Rinde und essbare Nüsse, die jedoch von einer sehr harten, stark ausgefransten Fruchthülle umgeben sind. Gilt als robuster „Zukunftsbaum“ für heiße Innenstädte.
- Holunder / Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) Meist als Großstrauch wachsend, wird der Holunder oft auch als einstämmiger Kleinbaum erzogen. Kulturell tief verwurzelt als Schutzbaum am Haus.
- Merkmale: Gegenständige, gefiederte Blätter und weiße Blütendolden im Frühsommer („Hollerküchle“). Im Herbst schwarze Steinfrüchte („Fliederbeeren“), die roh leicht giftig, gekocht aber genießbar und farbintensiv sind.
- Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) Ein in Südeuropa beheimateter Baum, der der Hainbuche sehr ähnelt.
- Merkmale: Die Blätter gleichen denen der Hainbuche fast perfekt. Das Unterscheidungsmerkmal sind die Fruchtstände: Sie sehen aus wie die Zapfen des Hopfens, bestehen aber aus papierartigen Hüllen, die die Samen einschließen.
Nadelgehölze
- Hemlocktanne (Tsuga) Eine Gattung aus der Familie der Kieferngewächse, die vor allem in Nordamerika und Ostasien heimisch ist. In europäischen Parks ist meist die Kanadische Hemlocktanne (Tsuga canadensis) zu finden.
- Merkmale: Sehr elegante, oft leicht überhängende Zweige. Die Nadeln sind weich, flach und kurz (ähnlich der Eibe, aber nicht giftig). Die Zapfen sind sehr klein (ca. 2 cm) und hängen an den Zweigenden.
- Hiba-Lebensbaum (Thujopsis dolabrata) Ein immergrünes Nadelgehölz aus Japan, das oft mit der Thuja verwechselt wird, aber deutlich gröber wirkt.
- Merkmale: Die schuppenartigen Nadeln sind groß, glänzend und wirken wie aus Wachs gegossen. Auf der Unterseite zeigen sie eine markante weiße Zeichnung.
Parkbäume und Exoten
- Honigbaum / Japanischer Schnurbaum (Styphnolobium japonicum) Ein sommergrüner Laubbaum, der wegen seiner späten Blütezeit (Juli/August) eine enorm wichtige Nahrungsquelle für Bienen ist.
- Merkmale: Fiederblätter, die der Robinie ähneln. Die cremeweißen Blütenrispen bedecken im Sommer die ganze Krone. Die Früchte sind schnurartig eingeschnürte Hülsen (daher der Name Schnurbaum).
- Hickory (Carya) Eine Gattung aus der Familie der Walnussgewächse, beheimatet in Nordamerika.
- Merkmale: Liefert extrem zähes, elastisches Holz (genutzt für Werkzeugstiele, Drumsticks oder Bögen). Die Nüsse (z. B. Pekannuss, Carya illinoinensis) sind essbar. Die Rinde löst sich bei manchen Arten (Schuppenrinden-Hickory) in langen Streifen ab.
- Hechtrose (Rosa glauca) Botanisch eine Rose, wächst aber oft als fast baumartiger, großer Solitärbusch in Parks.
- Merkmale: Auffällig durch das rötlich-bläulich bereifte Laub, das einen schönen Kontrast zu grünen Bäumen bildet. Hagebutten und Blüten sind eher klein.