Der Buchstabe J wird in der Baumnamensgebung stark von geografischen Bezeichnungen dominiert, insbesondere durch Arten, die aus Japan stammen („Japanische…“). Darüber hinaus finden sich hier einige interessante mediterrane und biblisch konnotierte Gehölze sowie wichtige botanische Gattungsnamen.
Asiatische Zier- und Forstgehölze
- Japanische Zierkirsche (Prunus serrulata) Ein weltweit beliebter Parkbaum, der im Mittelpunkt des japanischen Kirschblütenfestes (Hanami) steht. Es gibt unzählige Zuchtformen (z. B. ‚Kanzan‘).
- Merkmale: Üppige, gefüllte rosa Blüten im April/Mai, die meist steril sind (keine Früchte). Wächst oft trichterförmig. Die Rinde ist rotbraun glänzend mit waagerechten Streifen (Korkporen).
- Japanische Lärche (Larix kaempferi) Neben der Europäischen Lärche die wichtigste Lärchenart in der Forstwirtschaft.
- Merkmale: Sommergrüner Nadelbaum (wirft Nadeln ab). Im Vergleich zur heimischen Lärche hat sie rötliche Zweige, breitere Nadeln und wächst in der Jugend schneller. Ihre Zapfen sehen aus wie kleine Rosenblüten (Schuppen sind nach außen gebogen).
- Japanischer Ahorn (Acer japonicum / Acer palmatum) Sammelbegriff für verschiedene Ahornarten aus Ostasien, die als Solitärgehölze geschätzt werden.
- Merkmale: Filigrane Wuchsformen und spektakuläre Herbstfärbung. Während Acer palmatum (Fächerahorn) oft strauchig bleibt, wächst Acer japonicum in seiner Heimat zu kleinen Bäumen heran.
- Japanischer Schnurbaum (Styphnolobium japonicum) Siehe unter H (Honigbaum). Ein wichtiger Spätblüher für Insekten.
Mediterrane und Biblische Bäume
- Judasbaum (Cercis siliquastrum) Ein sommergrüner Laubbaum aus dem Mittelmeerraum, der zunehmend auch nördlich der Alpen gepflanzt wird.
- Merkmale: Besitzt die seltene Eigenschaft der Stammblütigkeit (Kauliflorie): Die leuchtend purpurrosa Blüten brechen im Frühjahr direkt aus dem alten Holz des Stammes und der dicken Äste hervor. Die Blätter sind kreisrund bis nierenförmig.
- Johannisbrotbaum (Ceratonia siliqua) Ein immergrüner Baum, der im Mittelmeerraum weit verbreitet ist und hohe ökologische Bedeutung als Schattenbaum und Nutzpflanze hat.
- Merkmale: Paarig gefiederte, ledrige Blätter. Die Früchte sind lange, dunkelbraune Schoten (Carob), deren Samen früher als Gewichtsmaß für Diamanten dienten (Karat).
- Joshua Tree / Josua-Palmlilie (Yucca brevifolia) Botanisch gesehen ein Spargelgewächs, wächst aber als baumartige Form („Schopfbaum“). Symbolpflanze der Mojave-Wüste.
- Merkmale: Bizarverzweigter Wuchs mit steifen, spitzen Blättern an den Astenden. Wächst extrem langsam.
Botanische Gattungen und Exoten
- Juglans (Walnuss) Der botanische Gattungsname für Walnüsse. Die bekannteste Art ist die Echte Walnuss (Juglans regia), aber auch die Schwarznuss (Juglans nigra) gewinnt forstlich an Bedeutung.
- Merkmale: Fiederblätter, die beim Zerreiben aromatisch duften. Wertvolles, dunkles Edelholz und essbare Nüsse.
- Jacaranda / Palisanderholzbaum (Jacaranda mimosifolia) Ein subtropischer Baum, der in frostfreien Gebieten als Straßenbaum dient (z. B. Madeira, Südafrika, Portugal).
- Merkmale: Farnartige, doppelt gefiederte Blätter und eine spektakuläre, blau-violette Blüte, die oft den ganzen Baum bedeckt, wenn er unbelaubt ist.
- Juniperus (Wacholder) In Deutschland meist als Strauch (Juniperus communis) bekannt, kann der Wacholder aber auch baumförmig wachsen (bis 10 Meter) oder als Baum-Wacholder (Juniperus virginiana) vorkommen.
- Merkmale: Nadeln oft stechend, Holz stark duftend. Die „Beeren“ sind botanisch gesehen Zapfen.