Ysop (Bienenkraut)
Der Ysop (Hyssopus officinalis) ist das wichtigste Kraut in dieser Liste. Er ist ein Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler und wird schon in der Bibel erwähnt. Er gilt als „heiliges Kraut“ zur Reinigung.
- Geschmack: Eine interessante Mischung aus Rosmarin, Salbei und Minze. Er schmeckt würzig, leicht bitter und etwas herb.
- Verwendung in der Küche: Ysop ist sehr würzkräftig. Er passt hervorragend zu fetten Fleischgerichten (Braten), Eintöpfen, Kartoffelsuppen oder Quark. Wichtig: Nicht mitkochen, sondern erst zum Schluss beigeben, da er sonst leicht bitter wird.
- Heilwirkung: Ysop wirkt schweißhemmend (ähnlich wie Salbei) und ist ein ausgezeichnetes Hustenmittel, da er den Auswurf fördert. Er wird oft bei Bronchitis und Asthma unterstützend eingesetzt.
- Im Garten: Er ist ein wahrer Bienenmagnet („Bienenkraut“) und lockt unzählige Bestäuber an.
Yerba Mate (Mate-Strauch)
Yerba Mate (Ilex paraguariensis) ist die Pflanze, aus der der südamerikanische Mate-Tee gewonnen wird. Botanisch gehört sie zu den Stechpalmengewächsen.
- Geschmack: Erdig, rauchig, bitter und leicht süßlich im Abgang.
- Verwendung: Die getrockneten und zerkleinerten Blätter werden traditionell als Aufgussgetränk (Mate-Tee) getrunken. Es ist das Nationalgetränk in Argentinien, Uruguay und Paraguay.
- Wirkung: Mate enthält Koffein (früher „Matein“ genannt) und wirkt stark anregend, konzentrationsfördernd und hungerstillend. Anders als Kaffee macht er oft sanfter, aber nachhaltiger wach.
Yams (Yamsurzel)
Während die Yamswurzel (Dioscorea) in den Tropen ein Grundnahrungsmittel (ähnlich der Kartoffel) ist, wird die Wilde Yamswurzel (Dioscorea villosa) in der westlichen Naturheilkunde als Frauenkraut geschätzt.
- Geschmack: Die Wurzel schmeckt mehlig-süßlich, teils etwas bitter.
- Verwendung: Kulinarisch werden essbare Yamsarten gekocht, frittiert oder gestampft. Die wilde Form wird medizinisch meist als Extrakt, Creme oder Kapsel verwendet.
- Heilwirkung: Die Wilde Yamswurzel enthält Diosgenin, eine Vorstufe des Hormons Progesteron. Sie wird in der Naturheilkunde oft bei Wechseljahresbeschwerden (Hitzewallungen) oder PMS zur Hormonregulierung eingesetzt („natürliches Progesteron“).